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Interviews

Veröffentlicht am: November 27th, 2018 | durch Florian Puschke

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Radio Havanna: Sänger Fichte im „Utopia“-Interview

Radio Havanna in Saarbrücken 17.11.2018

Radio Havanna aus Berlin nach Saarbrücken. Ein Stopp in ihrer „Utopia“-Tour in dem kleinen Klub der Garage. Im Vorfeld trafen wie den gut gelaunten Sänger Fichte zum „Utopia“-Interview.

Hallo Fichte. Vielen Dank für deine Zeit. Die Utopie Tour in vollem Gange. Heute in Saarbrücken. Was erwartet ihr von Saarbrücken? Und was kann Saarbrücken von euch erwarten?
Fichte: Naja, wir haben Schnaps dabei auf jeden Fall. Soviel kann ich schon mal verraten. Wir hoffen natürlich das Saarbrücken dem Schnaps offen gegenübertreten werden. Und auf jeden Fall wollen wir hier einen schönen Abend verbringen. Wir freuen uns sehr darauf!

Das saarländische Publikum ist Punkbands sehr aufgeschlossen. Wie oft wart ihr schon im Saarland und welche Sehenswürdigkeiten außer der Garage kennt ihr noch?
Fichte: Also wir waren hier schon mal in der Garage. Genau da, wo wir gerade sitzen und zwar mit SUM41. Auch in Saarbrücken haben wir schon in einem kleineren Club gespielt. Warte… Ja im JUZ Saarbrücken. Auch in Saarlouis waren wir schon. Bei nem Festival gegen rechts. War immer gut im Saarland …

Ihr habt mit vielen großen Bands (DTH, Lagwagon, Sum 41) gespielt. Welche Band seht ihr als Vorbilder an und welche Bands haltet ihr für die wichtigsten für die Generation „Smartphone“?
Fichte: Hmm. Naja, Punkrock ist ja eher 70er Jahre. Da gab es noch gar kein Smartphone (lacht). Aber natürlich sind die Toten Hosen meine großen Vorbilder. In der Band gibt es natürlich noch andere Vorbilder. Auch Lagwagon, NOFX und auch Bad Religion.

Eure Live Konzerte. Wie wichtig ist euch die Fan-Nähe und das Auftreten in kleinen Clubs?
Fichte: Ich finde es immer sehr schön, Leute zu treffen, mit Menschen zu reden. Nach dem Konzert trinken wir immer 2-17 Bier mit den Menschen (lacht). Kleine Clubs sind einfach auch familiärer.

Radio Havanna – Utopia

Euer Bandname inspiriert von einem Rancid Song. Welches sind eure wichtigsten Vorbilder?
Fichte: Ja, die Toten Hosen halt. Auch Rancid. Das haben wir früher viel gehört. Wir wussten auch am Anfang nicht, ob wir deutsch oder englisch singen wollen.

Lauter Zweifel heißt euer Album von 2010? Woran zweifelt eine erwachsener gewordene Band heute, wenn sie sich im Publikum oder auf der Straße umschaut?
Fichte: Naja. Ich zweifle vor allem an dem Hirn der Menschheit. Siehe Donald Trump, Brasilien, Rechtsdruck. Es gibt da schon viel, über das man zweifeln kann. Natürlich auch über sich selbst.

Utopia: Das neue Album. Wie kam es zum Titel und was bedeutet euch diese Veröffentlichung?
Fichte: Der Titel kam eigentlich von dem Lied Utopia. Uns ist da nicht viel Besseres eingefallen (lacht).

Im Gegensatz zu euren letzten Alben. Wie habt ihr euch verändert und was denkt ihr, wo werdet ihr euch hin entwickeln (Soundtechnisch)?
Fichte: Also wir sagen im Tourbus ganz gerne dass wir im Midtempo des Lebens angekommen sind (lacht) Aber ja, das klingt jetzt alles ein bisschen tragender. Es sind nicht mehr ganz so viele super schnelle Sachen dabei. Aber ich finde, dass die Songs jetzt deutlich größer sind als früher. Songs, die gewachsen sind. Aber alles gut.

„Anti Alles“ ist ein toller Song. Mitgröhlpotential. Wenn du dir was aussuchen müsstet von diesem „Alles“. Gegen was bist du am meisten Anti?
Fichte: Ja da sind wir bei der Politikszene. Ganz klar, kein Mensch braucht Nazis. Also wenn ich was abschaffen könnte, dann die.

Radio Havanna – Homophobes Arschloch

Auch „Schwarzfahren“ gehört zu meinen Favoriten? Reicht es gegen das System schwarz zu fahren oder muss man mehr unternehmen, um z. B. das rechte Überholen zu vermeiden?
Fichte: Ja, dass die Rechten abholen. Gott sei dank ist es ja noch nicht so weit, denn wir sind mehr. Aber da muss man auch immer wieder drauf hinweise, was da abläuft. AfD, Nazis. Irgendwie gab es das ja schon alles mal in Deutschland aber irgendwie hat man trotzdem nichts draus gelernt.

„Hassliebe“ Erzählt kurz was zu dieser Nummer. Autobiografisch?
Fichte: Ja wir fanden es vor allem lustig. Das hat mit der Band angefangen. Veganer, Fleischesser. Raucher, Nichtraucher. Das ist schon autobiografisch aber auch ein wenig überspitzt dargestellt.

Ein alter Song, der mich sehr beindruckt ist „Glasherz“. Spielt ihr diesen live und was ist das Besondere (für euch) an diesem Song?
Fichte: Nein, den spielen wir nicht live. Das ist so ein typischer Studiotrack. Auch im proberaum sehr schwer. Typischer Studio Track einfach.

Gerade Glasherz würde sich auch in ner unplugged Version gut machen. Haben Radio Havanna schon mal an ein Akustik Album gedacht?
Fichte: Ja das machen wir auch mal in Plattenläden, wenn wir in eine Stadt kommen. Sehr gerne sogar. Album, bin ich mir nicht sicher, ob es so viele Interessenten gäbe. Aber zuerst mal ein neues Album machen. Oder auch ein live Album. Das fände ich schon sehr spannend. So was wie die Blechdose der terrorgruppe. Sehr geil.

Bitte vervollständigt die folgenden Sätze:
Die Garage in Saarbrücken wird am 17.11.18. …
Fichte: …abgerissen. Und leergetrunken!

Radio Havanna ziehen nach Düsseldorf, da …
Fichte: …,weil unsere Freunde die Rogers die wohnen.

Ein Freibier am Morgen…
Fichte: …vertreibt Kummer uns Sorgen.

Was bedeuten euch die folgenden Begriffe?
Punklegenden:
Fichte: Campino. Und Jello Biafra!

Utopia:
Fichte: Ja, Utopia ist eine bessere Welt ohne Nazis!

Fußball Bundesliga:
Fichte: Zweite Fußball Bundesliga. FC Union Berlin

Tough Magazine:
Fichte: Das allerbeste Magazin.

Vielen Dank für das IV. Die letzten Worte gehören dir.
Fichte: Kommt gerne zu dem nächsten Konzert. Oder besser – Fahrt die Tour mit!

Interview von Thorsten im November 2018

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Florian Puschke



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