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Veröffentlicht am: September 29th, 2013 | durch Florian Puschke

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Prolligans: Die Oi!-Band im Interview

Lange hat man nichts von den Prolligans gehört – das ist jetzt langsam aber sicher vorbei! Tough Magazine sprach mit Pudolf, dem Sänger der Oi!-Band über aktuelle Pläne, Bandwechsel und weitere Themen!
 
Hey Pudolf, alles gut bei euch? Lange nichts von den Prolligans gehört!
Pudolf: Grüß dich Flo, besten Dank für das Interview. Bei uns ist alles gut, man könnte sagen besser denn je. Es gibt viel Neues zu berichten und Altes zu vergessen, aber dazu kommen wir gleich.
 
Es gibt Veränderungen im Line-Up bei euch – ich sehe eine Frau! Was hat sich seit 2010 personell verändert?
Pudolf: Das ist richtig, wobei man sagen könnte dass sich bei uns die letzten Jahre in diesem Bereich leider regelmäßig viel getan hat. Die Leute kommen und gehen. Nachdem wir 2012 unseren zweiten Sänger Pöpp ins Familienleben in ein anderes Bundesland verabschiedet haben, zog kurze Zeit darauf auch unser Gitarrist Becks nach Nordrhein-Westfalen. Ich habe den Gesangspart vorerst alleine übernommen gehabt, am anderen Mikrofon haben wir seit letztem Jahr aber glücklicherweise unseren Norbert. Ein langjähriger Freund von mir. Die Gitarristensuche lief hingegen ein wenig schwieriger ab, da ich Keinen kannte, der im besten Fall bandlos ist, noch zu uns passte. Daraufhin haben wir im sozialen Netzwerk inseriert, worauf sich dann ebenfalls 2012 Sense (Marco) gemeldet hat. Die Chemie stimmte auf Anhieb und auch wenn er zu diesem Zeitpunkt erst das Gitarre spielen erlernte, klappte das recht schnell. Nach beruflicher Weiterbildung unseres Bassisten Christian und seinem Wegzug nach Baden-Württemberg und dem darauffolgenden Weggang von Rulnak, auch durch das Engagement bei seiner anderen Band, haben wir einige Zeit mit Aushilfsmusikern unserer befreundeten Band Martens Army live gespielt. Das Album, welches eigentlich noch dieses Jahr hätte erscheinen sollen, mussten wir auf Eis legen. Seit 2013 sind wir aber nun wieder komplett und nach kürzester Zeit hat sich zwischen den einzelnen (neuen) Mitgliedern eine spitzen Freundschaft entwickelt. Aushilfsmann Taddel hatte große Lust bei uns zu bleiben und er übernahm die Begleitgitarre fest, was unserem Liveklang natürlich ausgesprochen gut tut. Am Bass durften wir Mitte diesen Jahres Jessi und am Schlagzeug den David begrüßen. Beide ebenfalls durch ein Engagement bei einer Band namens Prollsport aus Hamburg auf uns aufmerksam geworden, hat die neue Erfahrung jetzt schon gezeigt, dass es auch funktionieren kann, wenn man nicht im selben Städtchen wohnt. Zum ersten Mal sind die Bandmitglieder „dicke miteinander“ und wir hoffen, dass wir nun unsere feste Formation gefunden haben!
 
Wie ich gehört habe, arbeitet ihr gerade an einem neuen Album. Wie weit seit ihr und welche Informationen könnt ihr schon geben?
Pudolf: Genau, wobei wir wie eben erwähnt, die Arbeiten daran einige Zeit aussetzen mussten und erst die kommenden Wochen wieder daran werkeln können. Das Textwerk kommt wie immer von mir und ist auch so gut wie fertig gestellt. An den Liedern an sich arbeiten wir dann ab Dezember wieder verstärkt, da wir uns im Moment erstmal richtig fit für unsere zahlreichen Konzerte machen müssen. Das klappt soweit aber prima! Realistisch betrachtet wird das Album gegen Mitte 2014 erscheinen können.
 
prolligans-quer
 
Im nächsten Jahr wird die Band zehn Jahre alt; wie werdet ihr feiern?
Pudolf: Erstmal begehen wir das im kleinen Kreis mit Freunden im Proberaum. Das persönliche Häubchen für uns wird dann natürlich das Album zum zehnjährigen Bestehen, welches  wohlgemerkt keine „Best of“ oder dergleichen sein wird. Die 13-16 Lieder werden zum größten Teil neu sein, mehr wird aber zu diesem Zeitpunkt nicht verraten.
 
Zehn Jahre Oi!-Punk – was hat sich aus eurer Sicht in der Zeit verändert?
Pudolf: Verändert hat sich an sich die komplette Szene, was zum Teil gut und zum anderen Teil auch erschreckend ist. Die Annäherung und Verschmelzung zu und mit Szenen und Musikrichtungen die mit dem der Skinheadkult nichts zu tun haben, sehen wir bedenklich. Was einem gefällt ist natürlich jedem selbst überlassen, da wollen wir uns auch nicht zu sehr aufspielen aber Coverbands, Deutschrock und Blödelkapellen gehören für mich jedenfalls nicht dazu. Aber wie gesagt, jedem das seine. Was ich aber ausgesprochen gut finde ist, dass auch durch das „Wirken“ von sogenannten Fachleuten wie den Damen und Herren von Oireszene, Maulhelden, irgendwelchen Studentenbübchen und Bands aus eben diesem Umfeld, die Szene gespalten wurde. Szenespaltung ist für mich nicht immer negativ zu sehen. Wir sind froh darüber, dass wir nicht mehr mit solchen Leuten auf Konzerten „feiern“ müssen, denn von Naziprolls und derartigem Pöbel können wir uns auch ganz erfolgreich selbst fernhalten!
 
Einige Konzerte und Festivals in diesem Jahr liegen hinter euch. Wir war euer Auftritts-Jahr 2013?
Pudolf: Durchwachsen aber überwiegend gut. Durchwachsen weil wir öfters in verschiedenen Formationen spielen mussten, gut weil es uns und auch dem Publikum sichtlich Spaß gemacht hat! Wir sind bester Dinge, dass wir 2014 noch einen drauf setzen können, was Häufigkeit und Qualität angeht.
 
Was sind, neben dem anstehenden Album, eure weiteren Pläne?
Pudolf: Weitere Pläne haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht. Alles soll so bleiben wie es ist – wir sind mehr als zufrieden!
 
Vielen Dank, die letzten Worte gehören dir!
Pudolf: Schönen Dank für das Interview! Dir/euch eine gute Zeit! Beste Grüße, Pudolf & Prolligans
 
Interview von Florian Puschke im September 2013
 

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