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Veröffentlicht am: Februar 2nd, 2016 | durch Florian Puschke

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Miles Beneath: Die Metalcore-Band im Interview

Im Dezember 2015 haben wir, im Zuge des Knockdown Festivals in Karlsruhe, die Voting-Gewinnerband Miles Beneath getroffen. In einem lockeren Interview haben sie ein paar Fragen beantwortet.

Stellt euch bitte mal vor!
Felix: Wir sind Miles Beneath aus dem Ruhrgebiet. Uns gibt es seit 2013. Philipp und ich haben schon vorher in einer Band zusammengespielt. Dann kam Joel dazu, weil unser damaliger Bassist ausgestiegen ist. Kurz darauf ist der Frontmann der Band ausgestiegen und Chris ist dazugekommen. Dann haben wir schon beschlossen unter einen neuen Namen weiterzumachen. Irgendwann brauchten wir dann noch einen Drummer und Chris konnte sich daran Erinnern, dass Rob recht gut aussah und dann sind wir schon direkt zur Bandgründung ins Studio gegangen und haben unsere erste EP True North aufgenommen.

Wie habt ihr genau zusammengefunden?
Felix: Also Philipp und ich kannten uns ja schon vorher. Joel hat mich früher immer genervt und ich konnte ihn auch eigentlich überhaupt nicht leiden.
Joel: Er hat auf dem „Battle of the Band-Contest“ den Ansager gemacht und das hat er immer abgestritten, bis ich ihn mit einem Video-Beweiß überführt habe.
Felix: Ja, okay. Chris hab ich bei einem Auftritt mit seiner damaligen Band gesehen und fand ihn so überzeugend, dass ich ihn mir gemerkt hab. Als wir dann einen Sänger gesucht haben, habe ich ihn einfach angeschrieben. Wir haben zwei/dreimal geprobt und es stand fest.
Chris: Ja und als wir einen Drummer suchten, hab ich auf Facebook einfach ein bisschen herumgefragt, weil ich halt viele Leute kannte. Einer hat mir dann Robs Profil gezeigt, ich hab ihn angeschrieben und gefragt ob er einsteigen will.
Rob: Und zwei Wochen vorher hatte ich meine Drums verkauft. Eigentlich wollte ich die Musik an den Nagel hängen.
Chris: Er kam trotzdem, fand es geil und hat sich direkt nach der ersten Probe wieder ein Drum-Kit gekauft!

Wie fandet ihr eure Show heute?
Chris: Also wir waren vorher richtig krass aufgeregt, weil wir noch nicht so oft auf großen Bühnen gespielt haben. Gestern standen wir noch auf einer Bühne, die war so groß wie das Schlagzeugpodest heute. Man macht sich halt immer sehr verrückt, vor allem weil wir mit sehr viel Technik arbeiten und wir immer Angst haben, dass irgendetwas nicht funktioniert.
Rob: Und wir haben heute Nacht nicht wirklich viel geschlafen.
Chris: Ja, gestern waren wir noch in Dresden und mussten dann direkt nach der Show hier her fahren. Aber von unserer Seite aus war die Show heute absolut geil. Es waren für einen Opener viele Leute da, die auch gut Stimmung gemacht haben.

Was sagt ihr war eure beste Show bisher?
Chris: Ich denke Lippstadt. Was war da los?! Wir kamen nach Lippstadt, ein super kleiner Laden. Wir haben mit ein paar Bands zusammen gespielt. Der Backstagebereich war extrem mies, wir haben in einer Abstellkammer gehangen, wo Pfandflaschen schimmelten. Irgendwie war auch die ganze Zeit keine Stimmung im Publikum, aber als wir auf die Bühne kamen sind echt alle ausgerastet. Vom Feeling her war es für mich die beste Show bisher.
Philipp: Wir mussten das letzte Lied zweimal spielen. Die wollten unbedingt eine Zugabe und wir waren einfach null darauf vorbereitet.
Felix: Also für mich war es die Show in Osnabrück mit Eskimo Callboy. Das war die erste große Produktion an der wir teilgenommen haben. Es war voll, die Leute hatten Bock. Das faszinierendste fand ich, als wir später an den Merchstand kamen, waren da Leute die Fotos mit uns machen wollten und darauf komm ich halt immer noch nicht klar. Heute war es genauso: 30-40 Leute die Fotos und Autogramme haben wollten. Das sind wir einfach nicht gewöhnt.

Eure Musik. Wer schreibt sie? Wie schreibt ihr sie?
Philipp: Ich schreib so die Gitarrenriffs und so. Halt keine Vocals und keinen Text sondern nur die instrumentellen Parts. Das spiele ich dann den Jungs vor. Wir verändern und verbessern dann gemeinsam weiter bis es gut ist.
Felix: Chris und ich schreiben die Texte zusammen und gehen dann alles zusammen durch. Wir sprechen auch immer über die Message im Song. Früher, bei anderen Bands war es so, dass nachdem der Song fertig war, er von den Mitgliedern verschieden interpretiert wurde und deswegen gehen wir heute halt die Bedeutung zusammen durch.
Chris: Uns ist die Bedeutung schon wichtig. Wir wollen jetzt kein krasses, politisches Statement vermitteln, aber es sollte schon was zum Nachdenken sein.

Gibt es ein Lied von euch, was euch sehr am Herzen liegt?
Felix: Ich glaube von uns ist es „Now or Never“. Wir spielen ihn eigentlich bei jeder Show. Ich bin richtig froh, dass Joel damals gesagt hat, dass wir ihn nicht wegschmeißen sollen. Jedes Mal wenn wir das Intro laufen lassen, auf die Bühne gehen, der Einzähler kommt und die Nervosität steigt, ist es der Song, der mich rettet.
Chris: Ja weil es genau darum geht „Now or Never“. Wir alle hatten schon so viele Bandprojekte und wir stecken mittlerweile so viel Geld und Zeit in diese Band, dass uns allen klar ist, dass das unsre letzte Chance ist. Auch wenn wir müde sind und es anstrengend ist, aber genau das wollen wir. Wir wollen herumfahren und von mir aus auch in irgendwelchen Locations pennen. Uns ist es egal ob die uns dicke Kohle anbieten, wir wollen eigentlich nur plus/minus Null rausgehen und nicht noch drauflegen müssen. Wir wollen unsere Musik spielen. Also wenn uns jemand einladen will…

Seht ihr eigentlich was im Publikum vor euch so abgeht?
Chris: Wir benutzen seit kurzem In Ear Monitorings. Die sind geil, weil man überall auf der Bühne seinen Sound hört, allerdings bekommt man damit auch viel weniger vom Publikum mit. Man hört dann kein klatschen oder pfeifen. Heute war das Licht zum Beispiel so, dass wir die Leute und ihre Reaktionen sehen konnten und das nimmt einem dann schon die Nervosität.
Philipp: Also bei mir ist es immer so, wenn der erste Song gut läuft und die Menge mitmacht, dann hat man schon Bock auf die weiteren Songs.

Letzte Worte?
Rob: Also ich glaube als Erstes müssen wir uns, dafür dass es im Moment so gut läuft, bei den Jungs von Eskimo Callboy bedanken, vor allem bei Daniel, dem Gitarristen der Band. Durch ihn sind wir an die ganzen Shows gekommen. Auch heute auf das Voting hat er uns erst aufmerksam gemacht.
Chris: Generell, dass die Jungs uns so supporten, das ist ja nicht selbstverständlich.
Rob: Und natürlich an die Leute die uns beim Voting unterstützt haben!
Felix: Und danke an meine Mama!

Interview von Hannah im Dezember 2015

Miles Beneath – Thicker Than Water

Foto: Florren Ma

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