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Interviews

Veröffentlicht am: Oktober 9th, 2018 | durch Florian Puschke

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„Loyalty, Sex & Violence“: Scharmützel im Interview

Mit „Loyalty, Sex & Violence“ hat die Oi!-Band Scharmützel ihr neues Album auf den Markt gebracht. Wir haben uns mit der Band über die neuen Songs, Besetzungswechsel und die Skinhead-Szene unterhalten!

Hey, wo erwischen wir euch gerade?
Scharmützel: Erwischt wäre zu viel gesagt, wir haben uns extra zusammengefunden um das Interview zu beantworten!

Mit „Loyalty, Sex & Violence“ ist euer neues Album erschienen. Wie kann man sich einen Tag im Studio bei euch vorstellen?
Scharmützel: Ganz normal eigentlich! Wir treffen uns im Studio, pflegen reichlich Umgang mit Bier, Koks und Nutten und lassen Studiomusiker unser Zeug einspielen! Naja, das mit Koks, Nutten und den Studiomusikern war geflunkert!

Was hat euch beim Schreiben der Texte dieses Mal beeinflusst?
Scharmützel: Beeinflusst hat uns wie immer Selbsterlebtes, aktuelle Entwicklungen, Geschehnisse und Zustände! Wir schreiben keine erfundenen Geschichten oder was der Mainstream hören will – bei uns zählt die eigene Meinung, das eigene Empfinden und das wahre Leben!

Nach „Loud & Proud“ aus dem Jahr 2011 wurde es relativ ruhig um euch. Was ist in diesen sieben Jahren passiert?
Scharmützel: Wir hatten diverse Besetzungswechsel an Schlagzeug und Gitarre. So ersetzte Grubi, Simon und Rob ersetzte Jo! Dann war wieder Proben angesagt, wofür wir erstmal einen neuen Proberaum brauchten (hier ein Dankeschön an Wolfsklinge). Es folgten einige Gigs, bisschen Faulheit, bisschen wenig Proben und dann ging es beruflich durch die Schichterei, nicht immer – aber letztendlich haben wir es ja geschafft!

Scharmützel – Loyalty, Sex & Violence

15 neue Tracks habt ihr auf das Album gepackt – hättet ihr noch mehr zu sagen gehabt?
Scharmützel: Ohja, hatten in der Zeit zwischen den Alben eine Menge erlebt und verarbeitet. (z.B. „Aus & Vorbei“) So mussten wir ein paar Songs erstmal auf Eis legen um sie auf nem anderen Release zum Besten zu geben! Themen gibt es immer und reichlich!

Mit „Good Night Any Side“ stellt ihr klar, dass ihr euch zu keiner politischen Seite hinziehen lasst. Warum muss man das, eurer Meinung nach, heutzutage so klar sagen? Stichwort Grauzone usw…
Scharmützel: Als Skinhead lässt man sich äußerst ungern seine Meinung vorschreiben, schon gar nicht von einer, mit Hippie-Attitüden gespickten Szene, die das vorschreiben will! Es ist leider so, dass die extreme Linke, von Bands fordert, eine klare Kante gegen rechts zu zeigen, soweit so gut. Nur passt es Ihnen auch ganz und gar nicht, wenn man gegen beide Extreme singt und auch den Kommunismus, das Genderblabla, den immer männerverachtender werdenden Feminismus oder eine dämliche Klimaschutzmaßnahme wie die weit emissionstärkeren (als jeder Verbrennungsmotor) E-Autos oder Windkraftanlagen kritisiert! Wir setzen eine klare Kante: Good Night Any Side!

Es gibt bei euch schon immer den Mix aus englischen und deutschen Titeln – war euch das von Anfang an wichtig oder was waren die Gründe dafür?
Scharmützel: Es war uns von Anfang an wichtig, denn manche Texte verpacken sich besser in englischer Sprache, andere wiederum in Deutsch! Auch kommt die Musik aus GB, da kann man ruhig mal englisch singen!

Scharmützel – Keine Kompromisse

Mittlerweile seid ihr seit über 20 Jahren in der Oi!/Skinhead-Szene unterwegs. Wie ist eben diese in Öhringen/Hohenlohe?
Scharmützel: Sagen wir mal so, mittlerweile sehr überschaubar! Roger ist ja nun ein paar Jahre länger in der Materie und kann sich noch an eine große Szene bis Mitte der 90er erinnern! Heute sind es nicht mehr all zu viele Skins und Punks, dafür konzentriert sich die rockhörende Gemeinde, ob Deutschrocker, Rocker, Skin, Punk, Metalhead, Normalo im „Rocks“ in Öhringen (Rocks Rockbar & Brewpub), wo ein Besuch sich lohnt, wenn man wochenends in der Gegend ist! Nicht nur wegen der guten Musik, den netten Leuten und dem hausgemachten Bier!

Was bedeutet das Skinhead-Leben und der gesamte Kult für euch?
Scharmützel: In erster Linie STOLZ SEIN! Stolz auf sich selbst, seinen Stand, seine Klasse, seine Freiheit, seine Traditionen, den Fußballverein, den man supportet, sein Land und darauf zum ältesten, noch immer existierenden Jugendkult zu gehören.

„Loyalty, Sex & Violence“ ist bei Randale Records erschienen. Somit habt ihr euch von Bandworm (wo die beiden letzten Alben erschienen sind) getrennt – aus welchem Grund?
Scharmützel: Ganz simpel: Unser Vertrag bei Bandworm war mit dem „Loud & Proud“-Album erfüllt und auf E-Mail-Anfragen bezüglich Vertragsverlängerung kam leider keine Antwort! So kamen wir nun zu Randale Records, wo wir auch zu Hause sind!

Scharmützel – Video-Gruß 2018 – Tough Magazine

Bitte entscheidet euch zwischen den Wörtern:
CD oder LP: LP
Boots oder Sneaker: Boots
Laut oder Leise: Laut
Hund oder Katze: Beides
Strand oder Berge: Oder
Nord oder Ostsee: Oder

Was fällt euch zu folgenden Wörtern ein?
-Familie: Es gibt wohl nichts, was einen mehr erfüllt als Familie!
-Kinder: Machen die Familie komplett und sind unsere Zukunft!
-KSC: Scheiß KSC (viel Spaß in Liga 3)
-WM 2018: War Deutschland da dabei? Blamage hoch 10!
-Loyalität: Das Wichtigste neben Liebe, Freundschaft, Stolz, Familie und Gesundheit!
-Tough Magazine: Das wohl beste Musikmagazin und sehr sehr sehr geduldig in Sachen Interview ;-)

Vielen Dank, die letzten Worte gehören euch!
Scharmützel: Stay true! Lasst Euch nicht benutzen, formen und bleibt Euch selbst treu. Ach ja, kauft unser Album und empfehlt es weiter. Und immer daran denken, Raubkopien und illegale Downloads zerstören das Labelinteresse an den Bands und so kann es nix Neues mehr geben! Und jetzt raus mit Euch auf die Straße!!!

Oi! & Cheers – Scharmützel

Interview von Florian im August 2018

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Über den Redakteur

Florian Puschke



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