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Interviews

Veröffentlicht am: März 17th, 2018 | durch Florian Puschke

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J.B.O.: Hannes Holzmann im „Deutsche Vita“-Interview

Mit „Deutsche Vita“ haben J.B.O. ihr zwölftes Album veröffentlicht. Wir haben uns mit Sänger/Gitarrist Hannes über das Werk und allem, was damit zu tun hat, unterhalten.

JBO gibt es nun schon seit 1989. Mit Deutsche Vita liegt mittlerweile der Nachfolger von „11“ also (für Rechenkünstler) euer 12. Werk vor. Was ist gleich / neu an Deutsche Vita im Vergleich zu den Vorgängeralben?
Hannes: In der Vergangenheit haben wir auch Originalsongs „zerstört“ und böse parodiert, z.B. unser „Panzer Dance“ vom letzten Album „11“. Auf „Deutsche Vita“ haben wir nur Songs gecovert, die wir alle 4 im Original super finden.

Ihr veröffentlicht im Schnitt alle 2-3 Jahre ein Album. Diese enthalten meist sehr viele Coversongs. Oder besser gesagt J.B.O. Versionen. Wie wählt ihr die Songs aus, die J.B.O. würdig sind?
Hannes: Alle 4 Bandmitglieder müssen die Idee gut finden, egal ob es eine Idee für ein Cover, einen eigenen Song oder sonst ein Blödsinn ist.

Gerade bei Deutsche Vita fällt auf, dass viele 80er Jahre Songs dabei sind. Auch im original sind diese auf Deutsch. Warum gerade die 80er?
Hannes: Weil das unsere Kindheit war. Vita heißt ja auch Lebenslauf. Und deutsch weil – Deutsche Vita!

Oft habt ihr bei Alben zwischen den Songs kurze „Sprechpassagen“. Dieses Mal sind diese komplett weg und die Dolce Vita ist voll von J.B.O.-Metall. Ist es vorbei mit dem „Gelaber“ dazwischen?
Hannes: Weil wir das jetzt einmal nicht gemacht haben? Nöö! Wir machen, was wir wollen. Vielleicht beim nächsten Mal polnischen Kirchenrap mit Symphonieorchester…

J.B.O. – Alles nur geklaut

Beim Erstellen einer J.B.O. Version eines Songs. Wie ist es mit der Genehmigung die Texte von Songs ändern zu dürfen. Gab es hierbei schon Probleme?
Hannes: Ja, müssen wir genehmigen lassen und leider kriegen wir diese Genehmigung sehr oft nicht. Wir haben viele schöne Texte in der Schublade, die wir nicht vertonen dürfen.

Ihr schreibt zum Teil auch eigene Songs. Wie entstehen diese? Im Proberaum oder schreibt da jeder für sich?
Hannes: Total gemischt. Es gibt Songs die ein Einzelner von uns komplett alleine schreibt, oder 2 zusammen oder alle usw.

Für viele Fans ist die CD „Explizite Lyrik“ bis heute die wichtigste CD. Wie steht ihr heute zu diesem Werk?
Hannes: Ist halt das erste Album und das, mit dem wir bekannt geworden sind. 2015 haben wir das 20jährige Albumjubiläum mit einer Tour gefeiert, bei der wir „Explizite Lyrik“ komplett von vorne bis hinten live gespielt haben.

Welcher Song darf bei einem J.B.O. Konzert nie fehlen?
Hannes: Mindestens 3: Ein guter Tag zum Sterben, Verteidiger des Blödsinns und Ein Fest.

Welchen Song würdet ihr gerne (nochmal) live spielen?
Hannes: Wir spielen immer, was wir wollen!

Viele Bands spielen im Laufe der Karriere unplugged Konzerte. Kann sich J.B.O. so was auch vorstellen?
Hannes: Nicht wirklich! Warum soll man Songs, die mit Metalgitarren arrangiert sind ohne diese spielen. Wir haben ja auch softe Balladen im Repertoire. Aber ansonsten muss es krachen!

J.B.O. – Du hast dein Smartphone vergessen

Vor einigen Jahren war ich auf einem J.B.O. Konzert. Ihr habt die Fans da kurz vor Schluss darauf hingewiesen, dass ihr gleich Autogramme geben werdet. Macht ihr das immer noch und wie wichtig sind euch Fankontakte?
Hannes: Autogrammstunde gibt es nach jeder J.B.O.-Show und es macht immer Spaß, Fans so direkt zu treffen.

Ihr seid „Krieger in Schwarz Rosa Gold“. Ist rosa die wahre Farbe des Metalls? Falls ja, warum ist das so?
Hannes: Pink ist das neue Schwarz! Im Ernst: schwarz gekleidete Metalbands gibt es schon 2 oder 3…

Mit den letzten Alben wart ihr immer in den Charts. Wie wichtig sind euch Chartplatzierungen?
Hannes: Charts sind halt ein Gradmesser für den Veröffentlichungs-Erfolg eines Albums. Wie wichtig das Album wirklich wird, weiß man erst Jahre später.

Mit welchem Künstler würdet ihr gerne mal gemeinsam eine JBO Version spielen (ich persönlich wäre ja für „Born in the USA“)?
Hannes: Wir haben unsere „Roots bloody Roots“-Version schon mit Sepultura gemeinsam spielen dürfen, das war mega! Für Bruce Springsteen müsst Ihr Vito fragen, der ist da Fan…

Bald 30 Jahre J.B.O.. Ist schon eine Feier geplant und was erwartet ihr in den nächsten 30 Jahren für J.B.O.?
Hannes: Ja, es ist etwas geplant, werden wir verkünden, wenn alles feststeht. Und wenn’s einfach so weiter geht, wie in den ersten 30 Jahren, wäre das super!

Was bedeuten euch die folgenden Worte?
Deutsche Vita / Dolce Vita:
Hannes: Titel des neuen Albums

Rosa Armee Fraktion:
Hannes: Titel des 2002er Albums und Name unseres Fanclubs

Ingrid (Maskottchen des Killeralbums):
Hannes: Ich weiß gar nicht mehr, wer die Ingrid getauft hat…

USA:
Hannes: Voll veraltet, mein Computer hat schon USB!

Studio:
Hannes: Gard Haarstudio brauch ich bei meiner Frisur nicht, deswegen lieber Tonstudio!

Konzerte und Live Alben:
Hannes: J.B.O.- Leben!

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute wünscht das Tough Magazine!
Hannes: Habt Spaß und guten Sex! Liebe Grüße vom Hannes!

Interview von Thorsten im März 2018

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Über den Redakteur

Florian Puschke



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