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Veröffentlicht am: Mai 23rd, 2015 | durch Florian Puschke

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Itchy Poopzkid: Sibbi und Max im „Six“-Interview

Mit „Six“ ist gerade das neue Album der Punkrock-Band Itchy Poopzkid erschienen. Wir sprachen mit Sibbi (Sänger/Gitarrist) und Max (Schlagzeug) über die neuen Songs, anstehende Konzerte und die Festivalsaison!

Hallo zusammen. Wobei erwischen wir euch gerade?
Sibbi: Also ich hab vorhin den Garten umgegraben. Kein Witz.
Max: Panzer hängt gerade in Krakau ab. Ja gut, und der eine der arbeitet bin dann wohl ich. Ihr stört mich gerade bei der Planung für die vielen Festivals. Soll ja auch nach was aussehen…

Das neue Album „Six“ ist auf Platz 5 der Albumcharts eingestiegen – fehlen euch da die Worte? Wie fühlt es sich an?
Sibbi: Das war schon eine wahnsinns Meldung muss ich zugeben. Damit hätten wir niemals gerechnet. Wir machen uns eigentlich nicht so viel aus solchen Zahlen, da es uns viel wichtiger ist, dass es den Leuten da draussen gefällt und sie zu unseren Shows kommen damit dort der Schweiss von der Decke tropft. Aber „Platz 5“ hört sich schon ganz cool an. Finden auch meine Eltern übrigens.

Wie liefen die Arbeiten im Studio? Gab es Komplikationen / Überraschungen?
Max: Im Studio selber lief eigentlich alles sehr rund. Wir haben zum ersten Mal mit einem neuen Produzenten, Flo Nowak aus Berlin, zusammengearbeitet. Wir hatten einfach das Gefühl das frischer Wind her muss. Flo hat sich super eingebracht und versucht unsere Stärken herauszukitzeln, wa ihm unserer Meinung nach wunderbar gelungen ist. Komplikationen wie Sibbis Hummeln im Arsch hat Flo professionell gelöst in dem er Sibbi ein 2000 Teile Puzzle gekauft hat. Danach konnten alle in Ruhe arbeiten.

Ab dem 16.05.2015 geht es richtig bei euch los – ihr spielt auf zahlreichen Festivals! Wie bereitet ihr euch darauf vor?
Sibbi: Gut dehnen. Wir haben eine gute Angewohnheit, dass wir uns vor jeder Tour und vor jeder Festivalsaison vornehmen, Fitness und Ausdauer zu trainieren. Leider haben wir auch die schlechte Angewohnheit, dass jeder nach einem mal Joggen gehen auch wieder damit aufhört. Daher kann man wohl die gerade zu Ende gespielte Tour als Vorbereitung ansehen. Sowohl die Shows, als auch die Getränke danach.

Im Oktober startet dann die Tour zum Album – freut ihr euch auf bestimmte Städte besonders?
Max: Prinzipiell haben wir überall gleich viel Bock zu spielen. In Städten wie Hamburg, Stuttgart und Berlin ist alles vielleicht einen Tacken familiärer weil wir dort so viele Leute kennen.

Auf neun Konzerten der „Six“-Tour bekommt ihr Unterstützung von der schwedischen Formation Atlas Losing Grip – wie habt ihr euch kennengelernt und warum nur bei den Auftritten und nicht komplett?
Sibbi: Wir haben vor einem Jahr ein Festival mit den Jungs gespielt und uns gut verstanden. Außerdem mögen wir die Mucke und die Show die sie immer abziehen. Dass es nur 9 Shows sind, hat eher logistische Gründe. Aber wir haben auch für den zweiten Tourteil ne gute Band in Petto.

Zum Song „Dancing In The Sun“ habt ihr ein Video gedreht! Der Titel beschreibt in etwas die Situation auf der Welt – alle wissen, was schief läuft; dennoch schauen fast alle weg! Starker Titel meiner Meinung nach- gibt es Sachen, die euch regelrecht wütend machen?
Max: Natürlich gibt es die. Ich finde es vor allem schlimm wenn Menschen durch das Leben gehen ohne links und rechts zu schauen und so tun als würde sie Nichts etwas angehen.
Darauf zielt auch der Song ein wenig ab. Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger dastehen, aber wenn jeder ein bisschen mehr auf seine Umwelt achten würde, wäre schon viel geholfen.

Itchy Poopzkid – Dancing In The Sun

Wie seht ihr die Flüchtlings-Problematik, die zur Zeit stärker als zuvor herrscht?
Sibbi: Eine ausführliche Antwort hierzu würde glaube ich den Rahmen dieses Interviews sprengen. Es ist wirklich erschütternd zu sehen, welche Strapazen und Risiken Leute auf sich nehmen, gerade die Hunderten von Flüchtlingen, die gefühlt jeden einzelnen Tag vor Lampedusa aus dem Meer gefischt werden, um der Situation in ihrer Heimat zu entfliehen und in der Ferne hoffentlich ein besseres Leben zu finden. Das ist wirklich unvorstellbar für jemanden, dem es so gut geht wie uns allen hier in Deutschland. Und gerade deshalb sollten sich all die, meiner Meinung nach sehr beschränkten Leute, die gegen die Aufnahme von Flüchtlingen protestieren, Gedanken machen, wie es wäre, wenn sie selbst in dieser Lage wären. Denn mit diesem Hintergedanken sollte jeder normale Mensch eigentlich gar nicht anders können, als Flüchtlinge zu unterstützen.

Was sind eure Pläne für die nächsten Jahre Itchy Poopzkid?
Max: Wir planen nicht wirklich richtig Weit in die Zukunft, wir freuen uns jetzt erst mal auf das mit Konzerten vollgepackte Jahr 2015, und zwar so richtig. 2016 steht mal wieder ein Jubiläum an, 15 Jahre gibt’s unseren Sauhaufen dann, da wird es sicher eine dicke Sause geben!

Danke, die letzten Worte gehören natürlich euch!
Sibbi: Da ihr jetzt ja schon so viel Stuss von uns gelesen habt, liegt es nur nahe, im Herbst ein Konzert unserer Tour besuchen. Nach der Show kommt ihr zu uns, sagt, ihr hättet dieses Interview gelesen und dann stoßen wir mit euch an oder Max erzählt euch nen Witz.

Interview von Florian Puschke im Mai 2015

Foto: Patrick Wamsganz

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