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Interviews

Veröffentlicht am: September 11th, 2017 | durch Florian Puschke

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Drop Out Chaos: Sänger Dennis im „Apocalypse“-Interview

Mit „Apocalypse“ haben Drop Out Chaos aus Berlin ihr neues Album veröffentlicht. Wir konnten mit dem Frontmann Dennis sprechen und zwar über die Songs, ein weiteres Video und über weitere interessante Themen!

Moin, wo erwischen wir dich gerade?
Dennis: Hallo Flo, du erwischst mich gerade gut erholt auf der Rückfahrt aus dem Urlaub von Rostock nach Berlin.

Mit „Apokalypse“ ist euer neues Album auf dem Markt. Wie kam der Titel zustande?
Dennis: Der Albumtitel entstand bei dieser Platte, im Gegensatz zu den Vorgängeralben, relativ frühzeitig, eigentlich schon beim Schreiben der ersten Songs. Da zeichnete sich schon ab, dass die Platte sehr schwer, aggressiv und dunkel wird. Meines Erachtens passt deshalb der Albumtitel „Apocalypse“ sehr gut.  Bei den Vorgängeralben war es eigentlich immer so, dass die Aufnahmen im Kasten waren und auch sonst im Wesentlichen alles fertig war, als wir noch überlegen mussten, welchen Namen die Platte überhaupt haben soll.

Direkt am Anfang gibt es mit „Dagegen“ und „Du musst hart sein in dieser Welt“ ordentlich auf die Mappe…kann man eigentlich mit wenigen Worten erklären, was euch alles aufregt in der heutigen Zeit?
Dennis: Wenn es wenige Worte sein sollen, dann sind es Überheblichkeit und Arroganz. Das sind so Charakterzüge, die ich schnell zum kotzen finde und die leider in fast jedem Lebensbereich (Arbeit, Politik, Alltag usw.) immer wieder anzutreffen sind. Daran wird sich in der Zukunft wohl oder übel auch nichts ändern…

Zum Song „Dagegen“ habt ihr auch ein Video gedreht. Warum habt ihr euch für den Song entschieden? Und plant ihr bereits ein weiteres Video?
Dennis: Ich persönlich finde, dass „Dagegen“ sogar einer der stärksten Songs auf „Apocalypse“ ist. Er geht gut nach vorne und hat auch eine eindeutige Message, nämlich, dass man sich nicht von überheblichen und arroganten Menschen ins Knie ficken lassen soll (wo wir wieder beim Thema sind). Diejenigen, die versuchen, dich runterzudrücken, haben ab und zu mal ein paar Erziehungsschellen verdient…an dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal an Marco Porzig für seinen Einsatz hinter der Kamera bedanken!

Wir wollen demnächst noch ein weiteres Video drehen, diesmal zum Song „Du musst hart sein auf dieser Welt.“ Wenn es gut läuft und es die Zeit zulässt, ist auch Viktor von den Soifass am Start, der uns für den Song seine Stimme lieh. An dieser Stelle auch schöne Grüße an Viktor. Eigentlich sollten die Aufnahmen schon längst im Kasten und das Video online sein. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen und bei mir zuletzt auch der Sommerurlaub. Aber wir haben uns fest vorgenommen, die Sache in den nächsten Wochen in Angriff zu nehmen. Wenn es dann soweit ist, sagen wir euch natürlich Bescheid hehe.

Wie kam es zur Überlegung, mit „World of Crime“ ein englisches Lied mit auf die Platte zu nehmen?
Dennis: Das ist eigentlich ganz schnell und einfach erklärt: Ich habe eine Wette verloren und das war mein Wetteinsatz. Und da Wettschulden Ehrenschulden sind, mussten wir das natürlich durchziehen, hehe…

„Himmel“ ist eine Ballade, in der es um den Tod geht. Ein Thema, welches euch stark beschäftigt, oder hat der Song sogar eine persönliche Bedeutung?
Dennis: Wer uns kennt, der weiß, dass wir eigentlich auf jeder Platte immer mal wieder 1 – 2 solcher Momente haben. Und ja, du hast Recht, das Thema beschäftigt mich schon ein paar Jahre. Den Song „Himmel“ habe ich für meine Großeltern geschrieben und geht in eine ähnliche Richtung wie der Song „Alles wird vorübergehen“ von der Vorgängerscheibe „Wo geht die Reise hin“.

Ihr nehmt auch Stellung zum „Terror“, im gleichnamigen Song – wie geht ihr persönlich damit um?
Dennis: Gott hat uns eigentlich alles zum glücklich sein gegeben. Leider ist es so, dass er von einigen Dingen offensichtlich zu viel verteilt hat, z.B.: Neid, Habgier, Machthunger usw. Diese Eigenschaften verderben den Menschen. Schnell wird dann aus bunt schwarz. Ich denke, das umreißt die Thematik in ein paar Worten ganz gut. Der Terror (in allen Lebensbereichen) ist so ein komplexes Thema, über das man ganze Bücher schreiben könnte. Ich glaube aber, das würde an dieser Stelle unseren Rahmen sprengen.

Mit Viktor von den Soifass habt ihr euch in 2 Songs Verstärkung („Du musst hart sein in dieser Welt“ & „Boom“) geholt. Wie kam es zustande?
Dennis: Als ich die Songs in der Vorproduktion eingesungen und dann gegengehört habe, war mir sofort klar, dass seine Stimme wie Arsch auf Eimer passen würde. Atze hat ihm die Sache dann bei einem gemeinsamen Konzert (ich glaube es war das Abriss Rock Festival 2016 in Potsdam) schmackhaft gemacht und der Rest ist ja bekanntlich Geschichte. Alles in Allem war die Stimmung mit ihm im Studio sehr entspannt und hat eine Menge Spaß gemacht. Ich glaube, ich bin ein bisschen auf den Geschmack gekommen. Mal schauen, wen wir für die nächste Platte nötigen und vor das Mikro zerren können.

Am 08.07.2017 war auch die Record Release Party – wie war es?
Dennis: Au man, das war eine Fete, soweit ich mich noch daran erinnern kann hehe… Wir haben in der Bull-Bar in Berlin Kreuzberg gefeiert (immer mal wieder einen Besuch wert) und es gab von Anfang an bis zum bitteren Ende für alle Gäste Freibier. Das führte letztlich dazu, dass einige Gäste das Gleichgewicht verloren haben und andere zum Taxi getragen werden mussten. Ich sag ja, das Beste an neuen Alben sind immer die Record Release Partys. Wir sitzen auch schon kräftig am Songwriting für die nächste Platte, das heißt, die nächste Party ist auch nicht mehr sooo weit weg (dann bist du natürlich eingeladen)…

Vielen Dank! Wie kamen die Songs beim Publikum an? Seid ihr zufrieden?
Dennis: Meinst du die Gäste bei der Record Release Party? Die durften natürlich nichts Negatives sagen, da für sie ansonsten der Abend sehr schnell zu Ende gewesen wäre haha… Nein im Ernst, wir haben die neuen Songs bisher erst vereinzelt live gespielt, da wir mit Martin einen neuen Basser an Board haben, der sich neben den neuen Sachen auch die vielen alten Songs raufschaffen muss. Das dauert natürlich noch eine Weile. Bisher hat das aber alles sehr gut geklappt und läuft nach Plan. Beschwerden gab es bisher jedenfalls nicht

Wo kann man euch in naher Zukunft live sehen?
Dennis: Da wir seit ein paar Jahren beruflich und familiär sehr eingespannt sind, werden leider auch die Live-Konzerte immer seltener. Wir wollen auch nicht wieder so viel Zeit bis zum nächsten Album ins Land ziehen lassen und nutzen daher lieber jede freie Minute für das Songwriting. Deshalb werden wir in diesem Jahr voraussichtlich nur noch 1-2 mal auf der Bühne stehen. So wie es bis jetzt aussieht, werden beide Konzerte in Berlin stattfinden. Die Infos dazu gibt es voraussichtlich in den nächsten Wochen bei uns auf der Homepage.

Wir haben uns aber fest vorgenommen, im kommenden Frühjahr 2017 ordentlich auf die Pauke zu hauen und rumzukommen. Mal schauen, was sich letztlich davon alles umsetzen lässt. Wir halten euch aber in jedem Fall auf dem Laufenden.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören euch!
Dennis: Erst einmal vielen Dank für das Interesse an der neuen Platte, das Interview und letztlich auch den Support. Es ist echt schön, über die Jahre immer wieder alte Weggefährten zu treffen. Wir grüßen auch die Leser  vom Though Magazine: Hört mal bei Gelegenheit in unsere neue Platte rein, ihr werdet es sicherlich nicht bereuen! Flo, bis zum nächsten Mal!

Interview von Florian im September 2017

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Florian Puschke



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