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Interviews

Veröffentlicht am: April 9th, 2017 | durch Florian Puschke

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Anthony Scott: Gründer und Frontmann Tony Stopp im Interview

Hallo Tony, wo erwischen wir dich gerade?
Tony: Hey Flo! Um ehrlich zu sein erwischst du mich mit dem Interview gerade eiskalt in einer stressigen Arbeitswoche. Ich wollte es mir gerade auf dem Sofa bequem machen, aber ein Interview macht sowieso mehr Spaß als in die Glotze zu starren.  Also alles gut und danke für euer Interesse!

Erzähl uns kurz was über dich; wer bist du? Was machst du?
Tony: Ok, sehr gerne. Wie oben bereits genannt; ich bin der Tony, bin 29 und komme aus dem kleinen Örtchen Geyer im Erzgebirge. Privat gesehen bin ich das, was ich früher selbst als Spießer
ezeichnet hätte, haha. Ich gehe einer geregelten Arbeit nach, bin verheirateter Familienvater und wohne im eigenen Haus. Ich bin ein aufgeschlossener, spontaner Mensch und lache gerne. Den größten Teil meiner Freizeit, die sich neben Job und Familie irgendwie ergibt, stecke ich in die Musik. Ebenfalls Jogge ich gerne und fahre Rad. Das macht den Kopf frei und hält fit. Ein klarer Kopf ist mir äußerst wichtig in unserer stets gehetzten Gesellschaft.

Du warst Gitarrist der Band Biertras – warum kam da das Ende?
Tony: Das Thema Biertras ist eine Sache, die mir sehr nah gegangen ist. Da triffst du eine echte Wunde. Ich habe damals schon alle Zeit und alle Kraft in die Band gesteckt. Ich war das Sprachrohr und der Initiator sämtlicher Aktivitäten in und um die Band. Musik war und ist schon immer für mich das Größte gewesen. Inmitten dieser aufregenden und vor allem lustigen Zeit sind allerdings Spannungen in der Band entstanden die ich um ehrlich zu sein in der Vergangenheit lassen möchte. Da wo sie hingehören. Irgendwann kam der Punkt an dem eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich war und ich habe die Reißleine gezogen. Es hat sich für mich einfach nicht mehr richtig angefühlt. Mit meinem Entschluss das Projekt zu beenden ist alles gefallen und die Auflösung wurde unumgänglich. Dennoch war es eine der intensivsten Zeiten in meinem bisherigen Leben und ich habe es genossen. Ich bin kein nachtragender Mensch und bin somit auch auf niemanden sauer. Wenn Altes geht wird Platz für Neues.

Nun geht es also unter dem Namen Anthony Scott wieder steil nach vorne – wie und wann entstand die Idee?
Tony: Ja genau, als Anthony Scott geht es nun weiter bzw wieder von vorn los. Bereits gegen Ende der „Biertras – Zeit“ habe ich mich musikalisch nicht mehr erfüllt gefühlt. Kurz nach der Auflösung entstanden dann schon erste Ideen. Ich wollte einfach mein eigenes Ding machen ohne jemanden fragen zu müssen. Nachdem ich meinen Sound für mich gefunden hatte, kam das Ganze ziemlich schnell ins Rollen. Ich habe angefangen selbst zu singen und konnte die Texte nun noch tiefgreifender wahrnehmen als vorher. Und seit langem habe ich mich von meiner eigenen Musik wieder angezogen und erfüllt gefühlt. Der Grund ist der, dass ich mich völlig frei bewegen und das verarbeiten konnte was mich bewegt. Anthony Scott ist Musik für mich ohne jegliche Einschränkungen meiner selbst. 100% ehrlich und 100% ich.

Das Debüt-Album heißt „Lern mir leben…“ und erscheint am 07.04.2017 bei Burnout Records. Kannst du uns mit deinen Worten eine grobe Zusammenfassung der Songs geben?
Tony: Natürlich, gerne! Musikalisch ist es etwas völlig anderes als zuvor. Es gibt wesentlich mehr ruhige und nachdenkliche Momente. Die härteren Songs sind teils sehr metallastig. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Lern mir leben… eine bunte Mischung geworden ist. Die Songs sind strukturiert und haben mächtig Tiefgang. Trotz der Länge mancher Stücke wirds nicht langweilig. So endet beispielsweise der 7min. Titelsong, der ruhig beginnt, in einem bratenden Riff in Drop A. Ich habe viel experimentiert und der Sache freien Lauf gelassen. Definitiv sind die Songs nichts für nebenbei. Ich hoffe die Leute auf meiner Wellenlänge zu erreichen. Es stecken wahnsinnig viele Emotionen drin, die erlebt werden wollen. Hört selbst.

Tony Stopp – Videogruß – Tough Magazine

Der Sound ist eher ruhig und die Texte sind nachdenklich gehalten – schon ein relativ krasser musikalischer Wechsel, den du da durchlebst, oder?
Tony: Definitiv! Wie bereits erwähnt bewege ich mich jetzt völlig frei ohne jede Hürde. Anthony Scott bedeutet für mich Freiheit. Ich kann mich auslassen ohne Fesseln einer Szene o.ä. Dass mir das so sehr gefehlt hat, habe ich erst bemerkt als ich richtig damit angefangen habe. Die Songs gleichen regelrecht meinem Spiegelbild des Zeitpunktes an dem ich sie geschrieben habe. Jeden einzelnen verbinde ich mit etwas besonderem.

Wie setzt sich die Band um dich herum zusammen?
Tony: Die Band ist eine Sache die mir lange Zeit Sorgen gemacht hat. Es war extrem schwierig Leute dafür zu finden, die auch genau das gleiche wollen wie ich selbst und dazu passen. Die ersten Schritte habe ich bewältigen können mit 2 Gastmusikern und 2 Jungs, die mittlerweile auch ein fester Bestandteil der Band sind. Gott sei Dank. Wir haben das Set in ein Unplugged – Gewand gehüllt und so die ersten Gigs gespielt. Die rohe unverzerrte Variante hat den Leuten gefallen und uns Spaß gemacht. So haben wir Gigs gespielt in kleineren Lokalitäten, im naheliegenden Musikhaus unseres Vertrauens usw. Im Moment arbeiten wir hart daran das Album mit voller Gewalt auf die Bühne zu bringen und sind auch endlich komplett.

Wir sind:
Tony: Gitarre / Gesang
Stefan: Gitarre
Robin: Schlagzeug
Benni: Bass

In meinen Augen grenzt es fast an ein Wunder, so fähige und nette Leute gefunden zu haben. Menschlich und musikalisch ein 6er im Lotto. Durch die anderen Jungs sind meine Songs erst zu unseren geworden. Und ich möchte keinen von ihnen mehr missen.

Wo kann man dich in nächster Zeit live erleben?
Tony: Da wir eben noch dabei sind das komplette Set auf die Bühne zu bringen, stehen momentan keine Gigs an. Allerdings wollen wir ab Mai/ Juni spielfähig sein. Dann gehts auch endlich ans Konzerte planen. Wir hoffen den Leuten gefällt es und wir können die Bühnen der Republik zum wackeln bringen. Im August packen wir ein letztes Mal unser Akustik Set aus und beehren im Vorprogramm eine Ostrockband bei uns zum Stadtfest.

Kurze Fragen abseits der Musik; wenn du einkaufen gehst, was legst du grundsätzlich in den Einkaufswagen und darf niemals zuhause fehlen?
Tony: Haha, die Fragen mag ich besonders. Grundsätzlich in den Einkaufswagen gehört mindestens eine Packung Wassereis. Das hat bei mir zu jeder Jahreszeit Hochkonjunktur.

Wenn es Superkräfte geben würde, welche hättest du gerne und warum?
Tony: Superkräfte gute Frage…Fliegen fände ich ziemlich cool. Obwohl, noch besser wäre unter Wasser atmen. Ich liebe alles was mit Wasser zu tun hat. Und Tauchen ohne alles wäre schon echt fett.

Was ist deine größte Schwäche?
Tony: Das kann ich ziemlich sicher beantworten. Ich bin vergesslich. Deshalb ist der Terminplaner einer meiner besten Freunde.

Vielen Dank für deine Zeit, die letzten Worte gehören dir!
Tony: Sehr gern. Ich habe zu danken für euer Interesse. Ich freue mich über jeden einzelnen der sich die Zeit nimmt und unsere Musik hört und das hier liest. Ich hoffe wir können uns bald auf den Bühnen der Republik beweisen.Wir sind gespannt und aufgeregt.

Eines noch, die wohl wichtigste Message von Anthony Scott.
An alle die unsere Songs hören und mögen;
Nehmt Euch hin und wieder Zeit für Euch selbst.
Haltet den Fuß raus und atmet durch.
Alles dreht sich immer schneller und wir entfernen uns immer weiter vom Mittelpunkt.
Lasst Euch nicht aus der Ruhe bringen.

In diesem Sinne,
Vielen Dank nochmal!

Ahoi!
Tony

Interview von Florian Puschke im April 2017

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Florian Puschke



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