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Interviews

Veröffentlicht am: Juni 10th, 2018 | durch Florian Puschke

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40 Jahre „Laubfrosch Blues“: Hannes Bauer im Interview

Hannes Bauer’s Orchester Gnadenlos feiert 40 Jahre „Laubfrosch Blues“ – wir haben uns mit Hannes Bauer unterhalten und konnten ihm viele interessante Fragen stellen!

Hey, wo erwischen wir dich gerade?
Hannes: Ich bin hier gerade bei meiner Freundin in Bremen und probe die Stücke für die Udo Show in Hamburg für MTV Unplugged ein.

Du hast eine beeindruckende musikalische Karriere hingelegt, die früh begonnen hat! Wenn du zurück blickst – würdest du irgendetwas anders machen?
Hannes: Ja, ich hätte in den 80ziger Jahren des letzten Jahrtausends mehr Kontakt mit Steve Mariott, dem Gitarristen von den Faces halten sollen. Er war zusammen mit Rod Stewart mein absoluter Lieblingssänger. Ich habe ihn 1978 im Chikago, dem sagenhaften Liveclub auf St. Pauli kennengelernt, und wir haben uns dort angefreundet. Nun ist er leider schon ziemlich lange tot. Vielleicht hätten wir zusammen noch ein paar tolle Stücke schreiben können.

Das Orchester Gnadenlos – wie ist der Name 1984 entstanden?
Hannes: Der Name ist eine Erfindung von Udo Lindenberg. Nachdem er meine damalige Band „Bauer, Garn & Dyke“ gehört hatte, meinte er: „Ihr seid ja das Orchester Gnadenlos!“ Als sich dann in der ersten Hälfte der 80iger Jahre die Band auflöste, brauchte ich einen neuen Bandnamen, und fragte Udo wegen des Namens Gnadenlos. Der meinte ganz locker: „Kannste haben.“ Seitdem heißt die Band „Hannes Bauer´s Orchester Gnadenlos.“

Ihr spielt oftmals vor ausverkauftem Haus; was bedeutet dir das?
Hannes: Das bedeutet mir ganz viel, weil ich da sehe, daß ich nicht der einzige bin, der den Rock & Roll liebt.

40 Jahre Laubfrosch Blues – welchen Stellenwert hat dieser Song für dich?
Hannes: Der Laubbfrosch hat unsere Band in Hamburg 1980 mit einem Schlag bekannt gemacht. Die Band (BG&D) war grade ein halbes Jahr alt, und unser Produzent Frank Dostal fand, wir sollten im Stadtpark Hamburg als Vorgruppe von „Golden Earring“ auftreten. Das taten wir, und als wir den Laubfrosch Blues spielten, flippten die Zuschauer aus, und viele sangen am Ende des Liedes schon den Refrain „Küss den Laubfrosch, Baby“ mit.

Hannes Bauer’s Orchester Gnadenlos – Laubfrosch Blues

Wie lief/läuft die Jubiläumstour -40 Jahre Laubfrosch Blues- und gibt es Besonderheiten, welche diese Tour von anderen unterscheidet?
Hannes: Die Tour läuft prima und wir haben viele Freunde dazu gewonnen, die sich immer eine straighte Rockgitarrenmusik ohne Synthesizerschnörkel gewünscht haben.

Woher nehmt ihr die Energie und wie bereitet ihr euch auf ein Konzert vor?
Hannes: Die Musik selbst gibt einem die Energie, in dem Augenblick, wo ich die Gitarre um den Hals gehängt habe, sind hunderte von Kilometern Anreise mit Stau und Stress komplett vergessen, es gibt nur noch den Rock & Roll. Vorbereitung: Der Marshall-Amp wird vorgeglüht.

Wie kann man sich einen Abend im Publikum bei euch vorstellen?
Hannes: Ungefähr so: Viele lachen über die Texte, wenn sie diese noch nicht kennen, viele singen mit, wenn sie die Texte kennen, es ist mir ganz wichtig, daß die Musik gute Laune und Spaß macht. Viele sind fassungslos, wenn ich ihnen sage, daß ich in meinem Leben nicht eine Minute Gitarrenunterricht hatte. Alles Selfmade. Auch die Lieder.

Schauen wir nach vorne – Hannes Bauer’s Orchester Gnadenlos in 10 Jahren; was siehst du da?
Hannes: Was in 10 Jahren ist, kann wohl bei der derzeitigen Weltlage wohl niemand sagen, aber wir sind dabei, als nächstes ein neues Album zu produzieren. Arbeitstitel ist: Wer den Tiger beim Fressen stört (Der muß verdammt schnelle Schuhe ha´m).

Was fällt dir zu folgenden Worten ein:
-Eierschneider: Eierschneider ist eine anderer Name für Gitarre. Ich habe das mal in einem Berliner Club, in dem wir spielten, vorgeführt. Während des Spielens habe ich ein hartgekochtes Ei so durch den Gitarrensaitenstrang gedrückt, das ich es scheibenweise während der Vorführung essen konnte. Danach klang die Gitarre allerdings wie ein Banjo, sehr kurz und stumpf. Die Leute haben sich in die Hose gemacht vor Lachen. Zum Glück habe ich immer mehrere Gitarren dabei…

-Panoptikum: So heißt die LP der Hamburger Band „Bock Rock“, in der ich vor Bauer, Garn & Dyke und Gnadenlos mitgespielt habe. Die Band gibt es allerdings nicht mehr, der Sänger Wolf Rimmler ist Anfang der 90iger verstorben.

-Linkshänder: Das bin ich.

-Roadie: Das ist mein bester Freund rechts neben der Bühne.

-BockRock: Ist mit Panoptikum schon beantwortet.

-Tough Magazine: Danke ans Tough Magazine für das tolle Interview.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören dir!
Hannes: Ich wünsche allen, die Bock auf Rock & Roll haben, weiterhin ganz viel Spaß mit dieser Musik, ich hab´s auch – Rock & Roll forever!

Interview von Florian im Juni 2018

Live:
21.07.2018 Sommergarten Berlin
24.08.2018 Stuhr Open Air Stuhr bei Bremen
25.08.2018 Rock am Westfalenring Steinfurt
02.09.2018 Werner – Das Rennen Hartenholm
07.09.2018 Muddy’s Vegesack
08.09.2018 Schwarzer Bär Wilhelmshaven
30.10.2018 Gdanska Oberhausen
02.11.2018 Freizeitzentrum Lüner Höhe Kamen
10.11.2018 Hotel zum Rathaus Rhüden / Seesen
16.11.2018 Fabrik Coesfeld
17.11.2018 Kamphuis Quickborn
23.11.2018 Garage Peine
24.11.2018 Alter BahnhofAnderten Hannover
07.12.2018 Musicpark-Live Maulbronn
08.12.2018 GMZ Wiesbaden
09.12.2018 Steffi’s Klause Heidelberg
21.12.2018 Roxy Flensburg
22.12.2018 Meisenfrei Bremen
30.12.2018 Fabrik Hamburg

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Florian Puschke



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