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Festivals

Veröffentlicht am: Juli 5th, 2017 | durch Florian Puschke

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Nachbericht: Vainstream 2017

Gerne berichten wir für euch vom diesjährigen Vainstream am Hawerkamp in Münster.

Bereits für alle Frühaufsteher gab es zum Frühstück eine Portion Chelsea Grin. Pünktlich um 9:45 eröffneten die Jungs mit einem Knall das Festival und lieferten eine grandiose Show ab. Die Stimmung selbst war im zweiten Wellenbrecher nicht allzu aktiv, was aber an der sehr frühen Spielzeit lag. Selbst als großer Fan war ich um die Uhrzeit nur Körperlich anwesend.

Aufgrund der sehr knapp geplanten Running Order gab es auch keine richtige Verschnaufpause, denn der nächste Act The Devil Wears Prada legten einige Sekunden nach dem letzten Ton von Chelsea Grin sofort los.

Northlane’s Show begann ebenfalls gleich im Anschluss mit einem tollen Auftritt. Live habe ich die Band erst das zweite Mal gesehen, hatte aber den direkten Vergleich zum Festival/der Clubshow. Mit Songs aus ihrem neuen Album „Mesmer“ hatten sie es geschafft, die Menge einzuheizen. The Black Dahlia Murder standen als nächstes am Plan und waren trotz großer Vorfreude nicht so gut rübergekommen, dass ich sagen würde, ich werde sie nochmals live sehen wollen. Die Show war gut, aber ein sehr von sich überzeugter Frontsänger hatte nach der Aussage, dass sie die einzig waren Band unter all den Boybands am Festival waren, den Auftritt für mich nicht mehr retten können.

Eines meiner Highlights am Vainstream waren While She Sleeps. Zuvor hatte ich nur gutes von Ihnen gehört. Vor allem das neue Album „You are We“ sorgte für große Begeisterung in meinem Umfeld. Als damalige Vorband von Bring me the Horizon, dachte ich, es erwartet mich eine andere Art von Auftritt. Umso überraschter war ich, als ich die ersten Töne hörte. Ich liebe es, wenn die Musik einer Band einen komplett zum Umdenken bringt. While She Sleeps lieferten eine grandiose Show ab. Sie waren so gut, dass ich mich am liebsten in den ersten Wellenbrecher gestürzt hätte. While She Sleeps ist definitiv eine Band, die ich auch in Zukunft weiterverfolgen werde.

Nach all der Power am Morgen war es zum Mittag für mich Zeit, einen kleinen Wechsel in die Green Hell Clubstage zu machen. Der Auftritt von SWAIN stand bevor und daraufhin fieberte ich schon hin. Es war teilweise schwer, sich den Weg von den Mainstages an der Throwdown Stage, wo gerade Obey the Brave spielten, aufgrund der Enge am Gelände durchzukämpfen, aber ich hatte es genau zu Beginn geschafft.

SWAIN haben eine eher entspanntere Musik und das war genau das richtige zum Mittag. Die Show war gut besucht und der Auftritt der Jungs wirklich toll. Nachdem ich aber schon seit 6 Uhr wach war, war es für mich nun Zeit eine Pause einzulegen. Am Vainstream gab es eine riesen Auswahl an Essen. Es gab ziemlich alles worauf es einen gelüstet hatte. Sogar ein sehr großes veganes Angebot gab es, dass mich freute. Die Preise waren für ein Festival typisch und nicht groß zu bemängeln. Aufgrund des großen Abfalls, der am Boden lag, hätte ich am Vainstream einen Becherpfand, anstatt einer zu kaufenden Getränkemarke bevorzugt. Ich hoffe der Veranstalter wird sich diesen Punkt für die Zukunft als einen Verbesserungspunkt vornehmen.

Nach der kleinen Mittagspause war es Zeit für Of Mice & Man. Eine für mich sehr große Überraschung des Tages. Der Auftritt hatte das Potential, zu dem besten Festivalauftritt den ich bisher gesehen hatte. Of Mice & Man hatten an dem Tag eine Setlist gewählt, die passend für ein Rockfestival war. Es war ein guter Mix aus verschiedenen Alben die perfekt aufeinander abgestimmt waren. Hut ab!

Nachdem jedes Rock Festival immer einen „Ausreißer“ dabeihat, habe ich mir den Auftritt der 187 Straßenbande angeschaut. Eine Art von Musik die ich nicht wirklich unterstütze. Es gibt Bands der gleichen Art, die in meinen Augen etwas Spaß und lustiges an sich haben, aber die 187 Straßenbande war für mich um es nett auszudrücken, nicht die Art von Musik/Sprache, die in meiner Welt existiert.

Leider war meine Laune nach der Show so tief am Boden, dass ich mir den Auftritt von Callejon nicht geben konnte. Um meinen Ohren etwas Gutes zu tun, entschied ich mich für den Auftritt von Brutality will Prevail. Eine wahrhaft falsche Entscheidung war es im hinteren, mittleren Bereich zu stehen, denn selbst hier wurde man ungewollt in den Moshpit gezogen – dabei wollte ich meinen Ohren nur ein paar tolle Songs bieten.

Es war Zeit für eine erneute Pause bevor es für mich mit Architects weiterging. Architects begannen pünktlich mit der Show und lieferten wie gewohnt eine sehr gut besuchte und einzigartige Show ab. Direkt nach Architects stand ein Highlight für mich an – Vitja. Eine meiner absoluten Lieblingsbands, auf die ich mich schon den ganzen Tag freute. Vitja’s Show war sehr gut besucht und es war mehr als perfekt. Als mein absoluter Lieblingssong „Roses“ aus dem aktuellen Album „Digital Love“ gespielt wurde, gab es selbst für mich kein Halten mehr. Eine tolle Show und ein idealer Weg gut gelaunt und glücklich das Festival zu beenden, denn für alle anderen Acts hatte ich einfach keine Kraft mehr und sitzen war aufgrund des Wetters nicht möglich.

Mein Fazit zum Vainstream: Ich war das erste Mal am Vainstream und das Beste daran war das Line-Up. Die Organisation, sowie Lage des Festivals waren für mich sehr anstrengend. Eine Pause zwischen den Acts die ich gesehen habe, die mehr als 30 Sekunden gewesen war, wäre ideal gewesen. Es war sehr aufwendig sich von A nach B zu bewegen. Es war teilweise so eng und überfüllt, dass es einfach keinen Spaß mehr machte sich zu bewegen. Sitzen war aufgrund des Wetters am Boden leider nicht machbar und die einzigen Sitzmöglichkeiten die es gab, waren dauerhaft belegt. Was ich ebenfalls den Veranstaltern empfehlen würde, wäre eine Überlegung, ob manche Stände an anderen Stellen nicht sinnvoller gewesen wären. Zum Beispiel ein Getränkestand direkt neben dem Ausgang zu platzieren machte es schwer das Gelände kurzeitig zu verlassen. Auch der Eingang zur Green Hell Clubstage während einer Show auf der direkt daran angrenzenden Throwdown Stage erschwerten einen schnellen Wechsel von der einen Stage zum Club. Im großen und ganzen ein tolles Festival bezüglich des Line-Ups, allerdings mit Verbesserungsbedarf.

Bericht von Nessa

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Florian Puschke



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