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CD Reviews

Veröffentlicht am: Dezember 31st, 2018 | durch Florian Puschke

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Finn Faust – Finn Faust

Finn Faust haben mit dem gleichnamigen Album ihr Debüt veröffentlicht. Es enthält 11 Songs, hat eine Spielzeit von 25 Minuten und erscheint in Eigenregie.

Finn Faust kommen aus Kiel und haben sich aus ehemaligen Mitgliedern der Band Morbus Down zusammengesetzt. Mit „Finn Faust“ haben die vier Musiker jetzt ihr Debütalbum veröffentlicht, welches sich zu 100% im Hardcore-Punk-Sektor bewegt.

Bei vielen Hardcore-Punk-Produktionen ist es schwierig, den Text zu verstehen und genau bei dem Thema habe ich mich sehr gefreut, denn die Band hat genau da Wert draufgelegt. Der Gesang ist aggressiv, aber komplett verständlich – super!

Auch musikalisch geht es ordentlich zur Sache, aber auch hier ist alles richtig gut abgemischt und super gespielt. Nach dem impulsiven Opener „Gewalt“ hört man mit „Injektion“ bereits das erste Highlight – cooler Song, gute Melodie im Refrain und ein starker Text.

„Sandkasten“ beschreibt genau die Menschen, die, wenn es um die eigene Meinung geht, immer vernachlässigt wurden und dann irgendwann ausrasten – hier heisst es: „Ich kann nicht lesen, ich kann nicht schreiben, ich kann nur hauen.“

In den Songs „Heil Polizei“, „Aufstand Nation“ und „Wut“ geht es um Polizeigewalt, um die Ungerechtigkeit in diesem Land und um Falschheit. Die Texte gefallen mir sehr und mir wird auch immer bewusster wie schön es doch ist, wenn man alles direkt verstehen kann.

Im Song „Jeder gegen Jeden“ geht es um den Respekt und die Solidarität, die man anderen Menschen entgegenbringen sollte. Musik, Labels, Verträge und alles was damit zu tun hat und was leider ab und zu dahinter steckt, darum geht es in „Leuchtturm“. Und nach dem Song „Kaltblut oder Pflicht“ kommt für mich der wohl wichtigste Song auf dem Album – denn in „Willkommen“ geht es um den Terror, die damit verbundene Flucht, den Verlust….großartiger Text!

Den Rausschmeißer gibt es dann mit „Sach Ma“ – gutes Fun-Disco-Ende!

Finn Faust müssen sich absolut nicht in der Hardcore-Punk-Ecke verstecken – gerade vom Thema Gesang und Verständlichkeit können sich hier einige Bands eine Scheibe abschneiden. Cooles, absolut gelungenes Debüt-Album – bitte weiter so!

Review von Florian

Finn Faust – Injektion

Finn Faust – Finn Faust Florian Puschke
Songs
Artwork

Summary:

3.8


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Über den Redakteur

Florian Puschke



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